Ziele

Damit die Länder Lateinamerikas diese Herausforderungen in Zukunft selbst bewältigen können, soll mit "CapWEM" Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden. Aus diesem einfachen Ansatz lassen sich die vier wichtigsten Projektziele ableiten
  • Verbesserungen im Hochschulbereich
Die bestehenden Studiengänge berücksichtigen die tatsächlichen Probleme der Wasserversorgung, der Abwasserentsorgung und der Abwasserbehandlung sowie die daraus resultierenden Umweltprobleme nur unzureichend. Innerhalb von "CapWEM" wird eine Projektgruppe die bestehenden Studiengänge an den Partnerhochschulen analysieren und Vorschläge zur Verbesserung der Ausbildungsinhalte und der Lehrpläne entwickeln.
  • Steigerung des Umweltbewusstseins
Um Menschen für Umweltprobleme zu sensibilisieren und ein Umweltbewusstsein zu schaffen, ist es notwendig spezielle Konzepte für alle sozialen Schichten zu entwickeln und umzusetzen.
  • Stärkung der Kooperation zwischen Hochschulen, der öffentlichen Verwaltung und der privaten Wirtschaft
Ziel ist es dabei einen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Länder Lateinamerikas zu leisten. Wassermangel ist nicht nur ein gesellschaftliches Problem, welches den Lebensstandard der Bevölkerung reduziert, sondern auch ein wirtschaftliches Problem. Wasser wird in vielen Bereichen der Wirtschaft benötigt. Wasserknappheit wirkt sich damit auch auf die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Entwicklung in Lateinamerika aus. Dabei ist der Wassereinsatz in Lateinamerika geprägt durch Ineffizienz und Verschwendung. Hinzu kommt, dass Wasserverschmutzung durch fehlende Kläranlagen, die Verfügbarkeit von Frischwasser zusätzlich einschränkt.
Die öffentliche Verwaltung hat erkannt, dass dem effizienten Einsatz des wertvollen Gutes "Wasser" zukünftig höhere Bedeutung zukommen muss.
  • Prävention und Management von Katastrophen
Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen und Stürme werden aller Voraussicht nach in Zukunft häufiger auftreten. Derartige Katastrophen bergen insbesondere im ländlichen Raum erhebliche Risiken für die Gesundheit der Bevölkerung aber auch für Sachwerte. Strukturen zur Bewältigung dieser Katastrophen sind häufig unzureichend. Hierfür sollen im Rahmen von "CapWEM" regionale Katastrophenschutzkonzepte entwickelt werden. Ein Pilotprojekt soll in einer Beispielregion eine Risikoanalyse durchführen, mit besonderem Augenmerk auf grenzüberschreitende Anforderungen und Zusammenarbeit.
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